Wenn Sie einen ruhigen Ort besichtigen möchten, der Ihnen so manch unerwartete Überraschung bietet, dann ist der Ort Sesto al Reghena genau das Richtige für Sie.

 

Der an der Grenze zum Veneto, in der Provinz Pordenone, liegende Ort Sesto al Reghena ist römischen Ursprungs. Dies geht aus archäologischen Fundstücken und der Bedeutung seines Namens hervor: Sesto bezeichnet auf Lateinisch den Militärposten an der sechsten Meile der Straße, die Concordia Sagittaria mit Österreich verband; Reghena bezieht sich hingegen auf den gleichnamigen Fluss, der durch den Ort fließt.

Sesto ist ein kleiner Ort, ein kleines Dorf, das aber ein außergewöhnliches historisches Zeugnis zu bieten hat: die Abbazia Benedettina di Santa Maria in Sylvis, die so genannt wurde, da sie ursprünglich von einem weitläufigen Wald umgeben war. Die Geschichte der Abtei beginnt im 8. Jh. durch die Langobarden, obwohl das derzeitige Erscheinungsbild romanischen Ursprung ist, als sie in ein mittelalterliches Kastell mit einem Befestigungssystem aus Türen und Gräben umgebaut wurde, von denen es heute noch einige Spuren gibt.

Um zum eindrucksvollen kleinen Platz zu gelangen, an dem die Basilika steht, muss man über eine kleine Brücke – welche die alte Zugbrücke ersetzt – gehen und unter dem einzigen erhaltenen Turm hindurch und dann am Glockenturm vorbeigehen. Er ist ein alter Wachtturm und stammt ca. aus dem Jahr 1050. Eingerahmt ist die Abtei durch eine Reihe von antiken Gebäuden, die durch zahlreiche Wappen und Symbole der namhaften Adelsgeschlechter verziert sind. Bei der Basilika handelt es sich um einen dreischiffigen Bau in romanischen Stil mit erhöhtem Presbyterium: Hier kann man den antiken gregorianischen Gesängen lauschen und die fabelhaften Fresken aus dem 14. Jh., die von zur Giotto-Schule gehörenden Malern ausgeführt wurden, vierkantige Pilaster, Säulen und Rundbögen, bewundern. Unter dem Presbyterium befindet sich der Zugang zur Krypta, in der sich die Urne der Hl. Anastasia, ein wundervolles Zeugnis langobardischer Kunst aus dem 8. Jh., eine hölzerne Pietà aus dem 15. Jh. und die Mariä Verkündigung vom Anfang des 14. Jh. befinden.

Nach dem Besuch der Basilika ist es angenehm, im Schatten der Bäume des Klosterparks spazieren zu gehen und sich etwas auszuruhen, bevor es weitergeht in die Umgebung von Sesto al Reghena, wo uns Natur und historische Monumente erwarten. Die typischen Landschaften der südlichen friulanischen Ebene besitzen eine reiche Tier- und Pflanzenwelt und zahlreiche Grundwasserquellen und können auch mit dem Fahrrad erkundet werden, zum Beispiel entlang der Literarischen Routen“, die zu Orten führen, die bedeutende italienische Schriftsteller wie Ippolito Nievo und Pier Paolo Pasolini inspirierten.
Dem Verlauf des Reghena-Kanals folgend kommt man zu den Wiesen Prati Burovich und nach Überquerung der Brücke über den Fluss erreicht man die antiken Mühlen von Stalis, ein faszinierender Ort von unerwarteter Schönheit.
Weitergehend in Richtung von Cordovado kommt man zu dem literarischen Ort par excellence im Friaul, dem Brunnen von Venchiaredo, der Ippolito Nievo und Pier Paolo Pasolini inspirierte.

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